Mana Pools Nationalpark

Wir haben uns vor Monaten bei der Planung mit Lilian und Bruno, unseren Schweizer Freunden, die zwar ein Paar, aber kein Ehepaar sind, am Gate zum Mana Pools NP verabredet: Dienstag, den 15.10.2024 ab ca. 11.00 Uhr. Für mich als Afrika-Neuling war es unvorstellbar, dass man sich so punktgenau im Nirgendwo verabreden kann. Wir hatten keine lange Anfahrt und waren genau um 11.00 Uhr am Treffpunkt. Das war nicht so schwer. Lilian und Bruno waren erst am Tag zuvor aus der Schweiz nach Harare geflogen, hatten ihr Auto übernommen, Großeinkauf gemacht und sich dann auf den ca. 300 km langen Weg zum Treffpunkt über zimbabwische (oder zimbabwesesische?) Straßen gemacht….um 12.00 Uhr waren wir vereint!

Unser Platz für die nächsten 5 Nächte ist traumhaft schön!

Wir sind direkt am Zambezi. Die Berge gegenüber gehören zu Sambia
Links geht gerade die Sonne unter…
….rechts geht der dunkelorange Mond auf!

Wir schauen direkt auf den Zambezi und sehen viele Nilpferde im Wasser (von denen sieht man allerdings nur den Rücken oder ein bisschen vom Kopf) oder sie stehen in ca. 100 m Entfernung auf kleinen Inseln und Sandbänken. Leider kann sich kein einziges überwinden und mal auf unserer Seite ein bisschen fressen.

Aber ihre Laute hören sich sehr gemütlich und beruhigend an – das ist natürlich trügerisch. Mit einem Hippo möchte man es nicht zu tun bekommen…

Hippos ohne Ende, aber alle weit weg
Nur der Kopf mit den Glubschaugen und den kleinen Öhrchen guckt raus

Außerdem kommen immer wieder Elefanten direkt bei uns vorbei, steigen hinunter zum Wasser und laufen auf eine Insel. Das Wasser ist voller Krokodile – Schwimmen ist also für uns nicht angesagt, und das bei der Hitze….schade!

Wir begeben uns morgens von 6.00 bis ca. 8.30 Uhr und gegen Abend von 16.00 bis ca. 18.00 Uhr auf sogenannte Pirschfahrten um Tiere zu entdecken. Hier eine kleine Auswahl:

Eine Antilopenart: Der Elan
Eine Büffelherde
Krokodile sehen wir auch nur aus der Ferne (vielleicht auch gut so 😉)oder im Wasser schwimmend.
So pflücken sich die Elefanten ihr Abendessen
Zebramama beim Stillen
Meerkatzenmama beim Stillen

Von den Meerkatzen gab es sehr viele und sie waren diebisch und blitzschnell. Sie haben uns Kekspackungen aus der Hand geklaut!

Und endlich sehen wir auch wieder mal Löwen!

In der Zeit zwischen den Erkundungsfahrten sitzen wir im Schatten auf unserem Platz, lesen, quatschen, gucken auf den Fluss und beobachten die Hippos in der Ferne, machen mal ein Nickerchen, trinken Kaffee, erholen uns…

Und: Wir backen Brot!

Wir vermissen gutes Brot und Lilian weiß wie es im Gusseisentopf geht!

Bei Einbruch der Dämmerung sind wir wieder auf unserem Platz, kochen gemeinsam, essen gemeinsam, haben viel zu erzählen und zu lachen, bauen unsere Dachzelte auf und gehen gegen 21.00 Uhr schlafen. Manchmal hören wir noch die Hippos grunzen oder Hyänen heulen und Löwen brüllen. Aber wir liegen absolut sicher in unseren Zelten auf dem Autodach und schlummern bis 5.30 Uhr zum Sonnenaufgang…

Bruno ist der Chefkoch
Und weil die beiden ja Schweizer sind, überraschen sie uns mit einem Racletteabend im Busch! Wir sind begeistert!

Nun sind die 5 Nächte um und wir sind zurück in Kariba am Stausee. Morgen fahren wir zum Hwange Nationalpark, wo wir uns bis zum 28.10. aufhalten – vermutlich wieder ohne Netz und Strom.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten